Förderberatung Gesundheitsselbsthilfe - Krankenkassenförderung

Förderung durch die Krankenkassen

Gesetzliche Krankenkassen fördern nach § 20h, SGB V die gesundheitsbezogene Selbsthilfe. Damit die unentgeltlich erbrachten Leistungen der Selbsthilfegruppe nicht durch private Finanzierung von Faltblättern, Raummieten, Telefonkosten oder Fortbildungen belastet werden, kann die Förderung dieser Kosten beantragt werden. 
Dabei ermöglicht das Modell „Runder Tisch der Krankenkassen“, das seit 2008 flächendeckend an 12 Standorten in Bayern umgesetzt wird, das Förderverfahren relativ einfach und transparent zu gestalten: Selbsthilfegruppen brauchen nicht an jede Krankenkasse einzeln Anträge zu stellen, sondern können mit einem Antrag an den jeweiligen „Runden Tisch“ eine abgestimmte Förderung von allen gesetzlichen Krankenkassen erhalten. 
 
Der „Runde Tisch“ in München besteht aus einer Arbeitsgemeinschaft mit folgenden Teilnehmern: Gesetzliche Krankenkassen der Region München: AOK, vdek (Techniker, Barmer-GEK, DAK, KKH, HEK), BKK Mobil Oil (für alle BKK als Koordinator), IKK classic, SVLFG und Knappschaft. Außerdem sitzen mit am Runden Tisch das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München (RGU), der Bezirk Oberbayern, Vertreter/innen von Selbsthilfegruppen und das Selbsthilfezentrum München (SHZ), das als Geschäftsstelle fungiert und das Förderverfahren koordiniert.     
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Voraussetzungen für eine Antragstellung 

  • Die Antragsstellung erfolgt durch die Selbsthilfegruppe eigenverantwortlich und nicht durch Selbsthilfeorganisationen oder professionelle Einrichtungen
  • Für die antragsstellende Selbsthilfegruppe gilt:
  • Von einer Krankheit betroffene Menschen treffen sich regelmäßig zum Erfahrungs- und Informationsaustausch.
  • Die Gruppe sollte in der Regel aus mindestens sechs Personen bestehen.
  • Die Gruppe arbeitet ehrenamtlich und ohne professionelle Leitung.
  • Die Gruppe ist offen für andere und hat ihren Sitz in Stadt oder Landkreis München oder in den Landkreisen Starnberg, Landsberg am Lech, Fürstenfeldbruck, Dachau, Freising, Erding oder Ebersberg.
  • Für die Antragstellung zeichnen mindestens zwei Mitglieder der Gruppe verantwortlich.

Verfahrensablauf bei Antrag auf Förderung

Bei Erstanträgen und bei Bedarf erfolgt Beratung durch das Selbsthilfezentrum München.

 

Anträge sind generell bis zum 15. Februar des laufenden Jahres über das SHZ zu stellen.

Gruppen, die erst nach dem 15. Februar gegründet wurden, können noch bis 31. Oktober einen Antrag für das laufende Jahr stellen.

Die Antragsunterlagen für 2017 finden Sie hier:

Es besteht die Möglichkeit, die Anträge direkt am PC auszufüllen, ausdrucken und unterschrieben per Post bis  31.10.2017 an das SHZ senden.

Info-Veranstaltungen zur Förderung:

Das SHZ bietet mehrere Informationsveranstaltungen für alle Gesundheitsselbsthilfegruppen aus der Region München an. Hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen zur Förderung, sowie Hinweise zum Ausfüllen des Antrages und des Verwendungsnachweises.

Infoveranstaltung München: Dienstag, 05. Dezember 2017, 17 Uhr bis 20 Uhr im Selbsthilfezentrum München im Veranstaltungsraum, Westendstr. 68, 80339 München. Der Einsatz von Gebärdendolmetschern ist für diese Veranstaltung möglich - bitte den Bedarf so früh wie möglich bei der Anmeldung angeben.

Infoveranstaltung Fürstenfeldbruck: Mittwoch, 29. November 2017, 17 Uhr bis 20 Uhr, Landratsamt Fürstenfeldbruck, Münchner Str. 32, 82256  Fürstenfeldbruck.

Infoveranstaltung Landsberg: Mittwoch, 29. November 2017, 17 Uhr bis 20 Uhr in der AOK Direktion Landsberg, Waitzinger Wiese 1, 86899 Landsberg.

Infoveranstaltung Markt Schwaben: Donnerstag, 1. Februar 2017, 17 Uhr bis 20 Uhr im Caritas-Zentrum Markt Schwaben, Färbergasse 32, 85570 Markt Schwaben.

Infoveranstaltung Freising: Donnerstag, 18. Januar 2018, 18 Uhr bis 21 Uhr in der AOK Direktion Freising, Wippenhauserstr. 6, 85354 Freising. 

Anmeldung zu den Info-Veranstaltungen bitte unter diesem Kontakt:

Mirjam Unverdorben-Beil, Tel: 089/53 29 56 - 17

E-Mail: mirjam.unverdorben-beil(at)shz-muenchen.de

Selbsthilfevertreter/innen am Runden Tisch

Die Beteiligung der Selbsthilfe am Verfahren der Selbsthilfeförderung durch die gesetzlichen Krankenkassen ist seit 2008 gesetzlich festgeschrieben. An den Runden Tischen haben Selbsthilfevertreter/innen seither eine beratende Funktion bei der jährlichen Sitzung zur Vergabe der Fördermittel.
Für die Amtsperiode 2016-2019 wurden nun die neuen Selbsthilfevertreter/innen von den vier entsendungsberechtigten Säulen (LAG Selbsthilfe Bayern e.V; Paritätischer Landesverband Bayern e.V.; Koordinierungsstelle der bayerischen Suchthilfe; Verein Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V.) benannt. 
Für den Runden Tisch Region München sind dies:

Wir freuen uns über die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Vertreterinnen und Vertretern der Selbsthilfe am Runden Tisch in München.

Von links nach rechts: Norbert Gerstlacher, Ingeborg Heuscher, Konrad Kaspar, Annemi Hiebsch, Angelika Weinfurtner-Eberle, Reinhard Pribyl, Birgit Krämer. Es fehlt: Angelika Harbodt